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Wortwelten

Von Altaussee in die Welt und wieder zurück. Anlässlich des 80. Geburtstages von Barbara Frischmuth sprachen wir mit der bekannten Autorin über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.



Als Kind wollte sie Tierärztin werden. Ein Glück für die Literaturwelt, dass die

Leidenschaft zur Sprache dann doch siegte. Barbara Frischmuth, eine

der bedeutendsten Autorinnen der österreichischen Gegenwart, feiert Anfang

Juli ihren 80. Geburtstag. Nun erschien ihr neues Buch „Dein Schatten tanzt in

der Küche“. Inhalt: Sechs Variationen über Selbstbehauptung und Einsamkeit,

sechs Frauenschicksale, sechs Versuche, sich nicht unterkriegen zu lassen – weder

von Männern, noch von den Zeitläuften und schon gar nicht vom Alter. Eine Beschreibung, die auch auf das Leben von Barbara Frischmuth zutreff en könnte.

Bei einem Besuch in ihrem persönlichen Paradies in Altaussee, verriet die Autorin

ihre schriftstellerischen Anfänge, wie sie ihren Geburtstag feiern wird und was auf

ihrer To-do-Liste ganz oben steht.


Frau Frischmuth, Sie haben schon immer von starken, sensiblen, sinnlichen Frauen erzählt, die sich behaupten müssen. Auch in Ihrem aktuellen Buch ist das Thema. Wie entstand die Idee zu den neuen Erzählungen?

Barbara Frischmuth: Die Idee war ursprünglich, ein Best-of meiner Erzählungen herauszubringen. Wann würde das besser passen als zum 80. Geburtstag?

Anfänglich war es angedacht, nur eine neue Geschichte zu ergänzen. Aber als

ich dann anfi ng zu schreiben, entstand eine neue Erzählung nach der anderen.


Hatten Sie selbst das Gefühl, sich als Frau in der Literaturwelt mehr behaupten

zu müssen?

Ich persönlich nicht wirklich. Mir waren auch in jungen Jahren starke Frauen nicht fremd. Meine Mutter musste während des Krieges das Hotel in Altaussee alleine schaukeln. Meine Tante hat Philosophie studiert und immer gerne geschrieben. Durch diese Vorbilder hatte ich einen Vorsprung. Ich habe aber über die Jahre viele Frauen kennengelernt, die andere Erfahrungen gemacht haben.


Sehen Sie heute eine Gleichstellung von Frauen und Männern in der Literatur?

Die Entwicklung ist prinzipiell sehr positiv. Wenn man aber genau hinschaut,

sieht man – oft zum Beispiel anhand neuer Buchprogramme –, dass der Anteil von

Frauen und Männern sehr selten auf dem gleichen Level ist.



Lassen Sie sich inspirieren!

Die ganze Geschichte lesen Sie jetzt in der aktuellen Ausgabe.

Das neueste Buch von Barbara Frischmuth: „Dein Schatten tanzt in der Küche“

(Aufbau Verlag)


Text: Lissi Stoimaier Fotos: Thomas Luef, beigestellt


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