• Unser Salzkammergut

Und täglich grüßt das Murmeltier...

Das Alpenmurmeltier (lat.: Marmota marmota), ebenso bekannt als „Mankei“ oder„Murmel“, ist ein origineller Zeitgenosse, den man nicht so leicht zu Gesicht bekommt – es sei denn, man zieht das große Los beim Tierparkbesuch. Oder durch eine glückliche Fügung beim Wandern. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, besucht einen Murmeltierzüchter.

Auge in Auge mit dem Murmeltier – um die sehr scheuen und schreckhaften

Alpenmurmeltiere zu fotografieren, durfte das Team von UNSER SALZKAMMERGUT

wirklich sehr nahe ran: direkt ins Gehege, das Besucher normalerweise nicht betreten dürfen. Hier in der wunderbaren Szenerie des Salzkammerguts fühlen sich die rund 20 Tiere bei ihren „Zuchteltern“ Herbert und Helene Loidl aus Ebensee sichtlich wohl.

Auf den ersten Blick handelt es sich um äußerst friedfertige Nagetiere, die vom Züchter mit Erdnüssen bei Laune gehalten werden. Doch eine falsche Bewegung oder ein unübliches Geräusch und die Tiere verschwinden blitzartig in ihrem unterirdischen Bau. Ist Gefahr in Verzug, reicht ein kurzer, schriller Pfiff eines der Tiere vorab zur Warnung – und weg sind sie. Dass Murmeltiere aber nicht nur friedfertige Kuscheltiere sind, sondern es manchmal ganz schön „faustdick hinter den Ohren“ haben, durften wir bei unserem Besuch auch erfahren …


Herr Loidl, wie sind Sie denn aufs Murmeltier gekommen?

Das ist schon eine Weile her und hat sich folgendermaßen ergeben: Vor gut 40 Jahren habe ich in Zederhaus im Salzburger Lungau mit meinem Vater eine Jagdhütte gebaut. Vor dieser Hütte ist mir ein Lehmhügel mit einer kleinen Öffnung aufgefallen. Aus dieser

guckte schließlich ein kleines silbergrauschwarzgefärbtes Tier hervor. Ich erkundigte

mich also beim Jäger, was denn das sei – worauf der erwiderte: „Ach, das ist ein Affe!“ Ich war verwirrt, ein Affe, hier bei uns? Damals wusste ich freilich noch nicht, dass die jungen Murmeln als „Affen“ bezeichnet werden. Jedenfalls hat mich das interessiert,

ich informierte mich über die Haltung dieser Tiere und fuhr schließlich mit

zwei „Bären“, so werden die Murmeltiermännchen bezeichnet, nach Hause. Und siehe da, die zwei Männchen waren gar keine zwei Männchen – nach gut zwei Jahren hatten wir Junge. Die Geschlechtsmerkmale bei Murmeltieren lassen sich nämlich sehr schwer unterscheiden – auch Experten täuschen sich da immer wieder mal.


Sie nennen Ihre Schützlinge alle gleich, wie unterscheiden Sie denn die Tiere

voneinander?

Von mir werden die Murmeln alle „Buama“ genannt. Das sind ja auch meine „Buam“ (lacht). Ganz gleich ob Bär (Männchen), Affe (Jungtier) oder Katze (so werden die weiblichen Tiere bezeichnet). Die Tiere unterscheiden sich äußerlich nur marginal, z. B. in der Färbung des Felles, sie haben aber alle ihren ganz eigenen, ausgeprägten Charakter. Dieser „Bursche“ da drüben beispielsweise büchst einmal im Jahr aus, obwohl das Gehege mittlerweile sehr gut gesichert ist. Er findet trotzdem immer wieder einen

Weg ins Freie. Meistens ist er auf der Suche nach einem Weibchen (lacht).


Lassen Sie sich inspirieren!

Die ganze Geschichte lesen Sie jetzt in der aktuellen Ausgabe.

Text: Zivana de Kozierowski Fotos: Monika Löff

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