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Naturschauspiel am Fuße des Dachsteins

Begleiten Sie Fotograf Andreas Mühlleitner auf seiner Wanderung zu den Karstquellen am Fuße des Dachsteins. Waldbachromantik und Glücksplätze inklusive.


Das Frühjahr ist prädestiniert, um am Fuße des Dachsteins ein ganz besonderes Naturschauspiel zu erleben. Von Weitem schon ist meist ein Grollen und Getöse zu vernehmen. Kommt man näher, staunt man über große Wassermengen, die unvermittelt aus dem Waldboden quellen, Fahrt aufnehmen und über Blockhalden hinweg dem Hallstätter See entgegenrauschen. Durch ein noch aktives Höhlensystem werden zur Zeit der Schneeschmelze große Wassermengen durch den Dachsteinkalk gepresst. Nachdem das Schmelzwasser vom Karsthochplateau unterirdisch abgeflossen und tagelang in der Finsternis verschwunden war, tritt es bei Obertraun und Hallstatt wieder zutage.


Waldbachromantik im Echerntal.

Einer dieser magischen Quellorte ist der Waldbachursprung oberhalb des Echerntals. Folgt man vom großen Besucherparkplatz in Hallstatt dem Waldbach, so gelangt man in eine wildromantische Schlucht, in der schon die Maler der Romantik – wie Ferdinand Georg Waldmüller oder Jakob Alt – ihre Staffeleien aufgestellt hatten. Nur einen Steinwurf abseits der Besucherströme von Hallstatt bildet das Echerntal einen großartigen Rückzugsort für Naturliebhaber. Auf dem Malerweg, wie man diesen Wanderweg in Anlehnung an die Künstler genannt hat, lässt sich gut nachempfinden, was diese hier inspiriert hat. So wie damals regt die Schlucht noch heute die Fantasie an: Faszinierend ist der ständig wechselnde Lichteinfall zwischen den Felswänden, das aufschäumende Wasser am Waldbachstrub, die großen Felssturzblöcke im Bachbett und die ausgewaschenen Gesteinstöpfe im „Gletschergarten“.



Wundersame Wasserwelt im Koppenwinkel.

Ein weiterer zauberhafter Ort befindet sich unweit von Obertraun. Dort liegt der noch weniger bekannte wilde Felskessel des Koppenwinkels. Ganz in der Nähe der zur Schauhöhle ausgebauten Koppenbrüllerhöhle fluten hier im Frühjahr Karstquellen einen Auwald. Bis in den Sommer hinein entsteht dann ein flacher See aus glasklarem Wasser, aus dem Bäume und kleinere Felsinseln ragen. Ein schöner Rundweg führt in diesem Naturschutzgebiet zu verschiedenen „Glücksplätzen“. Bänke laden ein, sich niederzulassen und an diesem abgeschiedenen Ort Ruhe zu genießen. Schilder weisen zum Fuß steiler Felswände, aus denen wie von Zauberhand das Wasser sprudelt. Ein Erlebnis, das einen ob dieser wundersamen Wasserwege staunen lässt.


Toureninformationen.

Der Weg ins Echerntal startet vom großen Besucherparkplatz in Hallstatt. Es bieten sich einige Varianten und Abstecher an, die sich auch kombinieren lassen. Am romantischsten ist der Malerweg, der immer dem Waldbach folgt und bis zum Wasserfall am Waldbachstrub führt. Die Gehzeit für Hin- und Rückweg beträgt ca. zwei Stunden. Ausgangspunkt für den Weg zur Koppenwinkellacke ist der Besucherparkplatz der Koppenbrüllerhöhle am Ortsende von Obertraun. Mit einem Abstecher zu zwei Karstquellen am Fuße der Felswände sollte man für den Hin- und Rückweg ca. eineinhalb Stunden rechnen – mit Pausen an den ausgewiesenen „Glücksplätzen“ entsprechend mehr.



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Text und Fotos: Andres Mühlleitner

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