• Unser Salzkammergut

Märchenhafte Kraftplätze im Salzkammergut

Endlich ist es soweit: Märchenfee Nina Stögmüller und Wanderprofi Robert Versic haben sich nach den märchenhaften Kraftplätzen im Mühl- und Waldviertel nun auch jenen im Salzkammergut gewidmet. Ende April erscheint ihr neuestes Buch „Märchenhafte Kraftplätze – Wandern im Salzkammergut“.



Blick auf den Traunstein.

Insgesamt 25 Wanderungen stellen die Autoren Nina Stögmüller und Robert Versic in ihrem Buch „Märchenhafte Kraftplätze – Wandern im Salzkammergut“ vor. Diese werden jeweils von Märchen und Informationen zur Region begleitet.


Wie wäre es, an einem Wasserfall zu rasten, hinter dem eine Nixe ihr Zuhause gefunden hat? Oder seine Jause bei traumhaften Ausblicken auf dem Gipfel des mystischen Baalsteins einzunehmen? Zwei Jahre lang haben Märchenfee Nina Stögmüller und Wanderprofi Robert Versic aus Linz das Salzkammergut erkundet und die schönsten Routen zu den wichtigsten Kraftplätzen dieser Region zusammengestellt. Herausgekommen ist das handliche Buch „Märchenhafte Kraftplätze – Wandern im Salzkammergut“ (Anton Pustet Verlag). Auf 264 Seiten führen insgesamt 25 Wanderungen, jeweils begleitet von Märchen und Hintergrundinformationen, auf bekannten und unbekannten Pfaden zu malerischen Orten. Persönliche Anregungen laden dazu ein, die sagenumwobenen Plätze neu zu entdecken und eigene Erfahrungen mit nach Hause zu nehmen. Wir haben bei Nina Stögmüller nachgefragt, wie sie sagenumwobene Plätze findet und was genau ein Kraftplatz ist.


Frau Stögmüller, mit Ihren beiden Büchern rund um märchenhafte Kraftplätze im Mühlviertel und im Waldviertel haben Sie viele Fans gewonnen. Wie lange müssen wir noch auf Ihr neues Buch „Märchenhafte Kraftplätze im Salzkammergut“ warten?

Nicht mehr lange, es kommt Ende April auf den Markt. 2018 haben wir unser erstes Buch „Märchenhafte Kraftplätze – Wandern im Mühlviertel“ herausgebracht, das mittlerweile in der dritten Auflage erschienen ist. Auch unser zweites Buch „Märchenhafte Kraftplätze – Wandern im Waldviertel“ wurde bereits zum zweiten Mal aufgelegt. Aber wir haben im Vorfeld noch nie so viele Anfragen bekommen wie bei unserem neuesten Werk „Märchenhafte Kraftplätze – Wandern im Salzkammergut“. Das freut uns natürlich enorm.

Was genau ist ein Kraftplatz und wie findet man diese?

Ein Kraftplatz kann alles sein – z. B. ein Caféhaus, das Sofa im Wohnzimmer, der Berg, auf den man gerne geht, oder der Apfelbaum im Garten – das ist von Mensch zu Mensch verschieden. Ein Kraftplatz ist ein Platz, an dem man sich wohl und geborgen fühlt und von dem man gestärkt wieder weggeht. Natürlich sollte jeder Mensch selbst entscheiden, was sein individueller Kraftplatz ist. Mit unseren Büchern wollen wir den Leserinnen und Lesern Ideen für Wanderungen sowie Inspiration und Aufmerksamkeitsübungen mit auf den Weg geben.


Welche Übungen sind das?

Zum Beispiel bewusstes Atmen oder einen Stein in die Hand nehmen und darauf zu warten, bis dieser warm wird und dann einen Wunsch damit verbinden. Es sind ganz einfache, kleine Wohlfühl- und Glücksübungen, die in Zusammenhang mit den jeweiligen Kraftplätzen stehen. Mit unseren Kraftplatz-Wanderbüchern möchten wir die Menschen zum Wandern motivieren, Kraftplätze vorstellen und auch Sagen und Althergebrachtes hervorheben.

Ich schreibe für jedes Kapitel im Buch ein Märchen, in dem ich das Alte mit dem Neuen verbinde und die Fantasie der Menschen anregen möchte.

Sie entwickeln und machen die Bücher gemeinsam mit Ihrem Lebenspartner. Wie ergänzen Sie sich?

Robert ist ein absoluter Wander- und Kartenprofi und Bergfex. Als ich damals vom Verlag gefragt wurde, ob ich

ein märchenhaftes Kraftplatz-Wander- buch machen möchte, war für mich sofort klar, dass ich das mit Robert gemeinsam mache. Er schaut sich eine Landkarte an und tüftelt sofort an einer Route. Außerdem ist er ein begnadeter Hobbyfotograf und somit auch für die schönen Bilder in unseren Büchern zuständig. Anfangs überlegen wir gemeinsam, welchen Kraftplatz wir vorstellen möchten. Robert stellt dann die Route zusammen und wir marschieren gemeinsam los. Ich informiere mich schon im Vorfeld über den jeweiligen Ort und die Region. Meistens besuche ich die Kraftplätze auch noch einmal alleine, um alles zu verinnerlichen. Direkt vor Ort lasse ich mich inspirieren und schreibe gleich darauf los, damit ich die Eindrücke festhalten kann. Jeder Kraftplatz hat seine eigene Energie, diese vor Ort zu spüren, ist immer wieder ein ganz besonderes Erlebnis.

Auch wenn er Teufelsstein heißt?

Die „teuflischen“ Namen sind entstanden, weil sich über die Zeit auch die Kulturen und Religionen geändert haben. Es ist immer spannend, die Geschichte und die Sagen der Kraftplätze zu entdecken. Besonders freuen mich die vielen Aha-Erlebnisse, die mir die Sagen bescheren. Das Recherchieren über Sagenmotive fasziniert mich am meisten. Dieses Wissen bzw. die Essenz daraus gebe ich gerne weiter.


Wie viele verschiedene Wanderrouten findet man im Buch?

Wie in unseren beiden anderen Büchern befinden sich auch im „Salzkammergut“-Buch 25 Wanderrouten. Dazu waren wir in allen Salzkammergut-Regionen unterwegs.


„Jeder einzelne Kraftplatz ist ein ganz besonderer Ort, der darauf wartet, entdeckt zu werden. Für die persönliche Kraftplatzerfahrung bietet es sich an, eine Zeit lang an den Plätzen zu verweilen.” Nina Stögmüller


In der Fürbergbucht bei St. Gilgen erhebt sich auf einer winzigen Insel das sogenannte Ochsenkreuz. Die Sage um den Bildstock lesen Sie im Buch „Märchenhafte Kraftplätze – Wandern im Salzkammergut“.



Blick vom „Jainzen“ in Bad Ischl. Kaiserin Sisi ging manchmal sogar schon vor dem Frühstück auf ihren Hausberg, um zu zeichnen und Gedichte zu schreiben.



Blick vom Altausseer See auf das Bergmassiv.


Sind diese Wanderungen auch für Anfänger geeignet?

Ja, natürlich. Bei jeder Wanderung sind auch immer die Schwierigkeitsgrade – von leicht bis anspruchsvoll – angeführt. Neben ausführlichen Wegbeschreibungen inklusive Karten und Höhenprofilen gibt es auch Angaben zu Gehzeiten, Distanzen und Höhenmetern. Die Leser sollen genau wissen, worauf sie sich einlassen. Es sind Wanderungen dabei, die jeder ganz einfach gehen kann, aber auch ein paar anspruchsvollere, wie etwa der Kleine Sonnstein, wo man eine gewisse Kondition braucht.


Geben Sie auch Einkehrtipps?

Ja, zu jeder Wanderung gibt es eine Infobox mit Tourismus- und Einkehrtipps. Wir wollen auch etwas zur Belebung der Regionen beitragen und den Lesern einen Mehrwert bieten. Man kann mit unserem Buch auch Urlaub im Salzkammergut machen und jeden Tag eine neue Wanderung entdecken.

Was ist Ihr Ziel mit dem Buch?

Wir möchten mit unserem Buch vor allem zum Wandern anregen. Unser neues Wanderbuch bietet jedoch noch viel mehr. Es ist Wanderbuch, Lesebuch, Märchenbuch, Fotobuch und Geschichtsbuch in einem, da es den Lesern so viel wie möglich bietet. Robert fährt manchmal für das perfekte Foto mehrmals zu ein und derselben Stelle. Ich beschreibe pro Tour einen oder zwei Kraftplätze. Das sind zum Beispiel Wallfahrtskirchen, heilige Quellen oder Durchschlupfsteine. Zu den Kraftplätzen gibt es auch – von mir verfasste – Märchen zum (Vor)Lesen. Das Buch soll einerseits zur Bewegung in der Natur motivieren, die Leserinnen und Leser gleichzeitig aber auch zur Ruhe kommen lassen.


Haben Sie eine besondere Beziehung zum Salzkammergut?

Ja, ich habe in meiner Jugend einen Sommer lang im Lehrerheim in Weyregg als Praktikantin gearbeitet. Es war das erste Mal, dass ich länger von zu Hause weg war – und es war eine wunderschöne Zeit. Ich habe mich auf Anhieb in das Salzkammergut verliebt. Schon damals habe ich Gedichte über den Attersee geschrieben, denn das Schreiben war schon in der Jugendzeit meine große Leidenschaft.

Die Gahbergkapelle auf dem Gipfel des Gahbergs in der Gemeinde Weyregg am Attersee ist der Heiligen Dreifaltigkeit geweiht.


Was fasziniert Sie an Märchen?

Seit rund 30 Jahren schreibe ich Märchen für Kinder und Erwachsene. In dieser Zeit sind rund 600 Märchen entstanden sowie zehn Bücher. Das Faszinierende am Märchen ist für mich die Zeitlosigkeit und die Fantasie. Im Märchen ist alles möglich – und im klassischen Märchen gibt es immer ein gutes Ende. Dieses Happy End brauchen sowohl Erwachsene als auch Kinder. Das Magische verzaubert heute noch Jung und Alt und regt vielleicht auch dazu an, sich selbst Geschichten auszudenken. Nicht umsonst hat schon Albert Einstein gemeint: „Wenn du intelligente Kinder willst, lies ihnen Märchen vor. Wenn du noch intelligentere Kinder willst, lies ihnen noch mehr Märchen vor.“

Haben Sie einen Lieblingskraftplatz im Salzkammergut?

Das ist eine spannende Frage, denn ich finde grundsätzlich alle Kraftplätze ganz besonders. Der „Jainzen“ in Bad Ischl, der Hausberg von Kaiserin Sisi, hat mich besonders beeindruckt. Man geht rund eineinhalb Stunden auf den 834 Meter hohen Berg hinauf – und wenn man dann oben ist, weiß man, warum Sisi so oft – und manchmal noch vor dem Frühstück – hier herauf gewandert ist. Man ist dort oben weit weg vom Trubel und kann die Ruhe genießen. Sisi ließ sich am Jainzenberg ein kleines Holzhäuschen bauen, wo sie Gedichte geschrieben und gezeichnet hat. So kann man auch heute noch den Jainzenberg für sich entdecken und zurückdenken an die Zeit, als hier einst Kaiserin Elisabeth ihren ganz persönlichen Kraftplatz genoss.


Gibt es einen Tipp, wie man einen Kraftplatz besonders erleben kann?

Jeder einzelne Kraftplatz ist ein ganz besonderer Ort, der darauf wartet, entdeckt zu werden.

Für die persönliche Kraftplatzerfahrung bietet es sich an, eine Zeit lang an den Plätzen zu verweilen. Dazu mein Tipp: Sitzunterlage, Block und Kugelschreiber sind die perfekten Begleiter, um es sich an einem Kraftplatz so gemütlich wie möglich zu machen und Ideen und Erfahrungen mit nach Hause zu nehmen.



Autorin, PR-Fachfrau und Märchenfee Nina Stögmüller.





BUCHTIPP



Märchenhafte Kraftplätze

Wandern im Salzkammergut Ein Wander- und Lesebuch für Körper, Geist und Seele von Nina Stögmüller und Robert Versic


Das Buch kostet 24,95 Euro und erscheint Ende April im Verlag Anton Pustet. ISBN: 978-3-7025-1043-5; 264 Seiten

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