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Lust auf Süßes

Elfriede Schachinger ist Köchin aus Leidenschaft. Ihr aktuelles Kochbuch hat sie süßen Köstlichkeiten gewidmet – von Klassikern wie gebackenen Apfelradln bis hin zu feinen Torten.

Das Backen begleitet Elfriede Schachinger aus Schlatt seit ihrer Kindheit. Schon als Neunjährige hat sie erste Backversuche gestartet und durfte den Gugelhupf für das Sonntagsfrühstück ganz alleine machen. Viel hat sie dabei von ihrer Mama gelernt. „Dafür bin ich ihr heute noch sehr dankbar“, sagt Schachinger, die gemeinsam mit ihrem Mann einen landwirtschaftlichen Betrieb im Nebenerwerb bewirtschaftet.


Vor kurzem hat sie ihr Backbuch „Lust auf Süßes?“ herausgebracht, an dem sie seit dem ersten Lockdown im vergangenen Frühling gearbeitet hat. Darin finden sich gebackene Apfelradln und Millirahmstrudel ebenso wie feine Obsttorten und Frühstückskipferl. „Eigentlich wollte ich ein Kochbuch mit süßen und pikanten Rezepten machen“, erzählt Schachinger. „Doch dann habe ich begonnen, meine besten Rezepte zu sammeln, und schnell festgestellt, dass ich das nicht alles in einem Buch unterbringen werde.“ Aus diesem Grund hat sie ihre Rezepte aufgeteilt, Teil eins mit süßen Köstlichkeiten ist bereits erschienen, Teil zwei „Lust auf Pikantes?“ kommt jetzt im April auf den Markt.


Viele kennen die umtriebige Hobbyköchin auch aus dem Fernsehen. Auf TV1 hat Elfriede Schachinger nämlich eine eigene Kochsendung. „Das ist mein besonderes Steckenpferd“, sagt sie. „Die vielen positiven Rückmeldungen der Zuschauer sind für mich die größte Motivation, mir immer wieder etwas Neues einfallen zu lassen und auch Altbewährtes wieder aufleben zu lassen.“ Besonders gut kommt bei den Zusehern an, dass die Rezepte allesamt alltagstauglich sind und Elfriede Schachinger immer mit saisonalen Zutaten aus der Region kocht. „Das ist mir als Bäuerin natürlich sehr wichtig“, betont sie.


Viele Rezepte stammen übrigens aus ihrer Familie, sie wurden von Generation zu Generation weitergegeben. Die Hobbyköchin verwendet sie gern und interpretiert sie modern auf ihre eigene Art.


Ihr Tipp für alle, die gern backen: Zuallererst immer das Rezept mit Zutatenliste und Zubereitung ordentlich durchlesen! Oft gelingt ein Rezept nicht, weil man im Eifer des Gefechts etwas vergessen oder übersehen hat. Und wenn ein Rezept nicht auf Anhieb gelingt, nicht verzweifeln und sich auch nicht entmutigen lassen, sondern es immer wieder probieren! „Mir ist es mit den Kardinalschnitten so gegangen“, erzählt Schachinger. „Die sind einfach nie etwas geworden, aber ich habe es immer wieder versucht, bis es endlich geklappt hat.“ Das Rezept zu ihrer fruchtigen Interpretation der Kardinalschnitten hat es übrigens auch in das Buch geschafft – und wir dürfen es hier ebenfalls präsentieren.


Häferl-Topfenpalatschinken


Zutaten für 6 Portionen:

1/4 l Milch

3 Eier

Salz

150 g Mehl

Butterschmalz zum Backen


Für die Fülle:

250 g Topfen

2 Dotter

60 g Zucker

2 EL Sauerrahm

etwas Zitronenschale (gerieben)

2 Eiklar

ev. einige Rosinen


Für die Vanillesoße:

1/2 l Milch

80 g Zucker

4 Dotter

1 Pkg. Vanillezucker

2 EL Vanillepuddingpulver


Zubereitung:

Milch, Eier, Salz und Mehl zu einem Palatschinkenteig versprudeln und eine halbe Stunde stehen lassen.

Für die Fülle Topfen mit Dotter, Zucker, Zitronenschale und Sauerrahm verrühren. Das Eiklar steif schlagen und mit den Rosinen unter die Topfenmasse mischen.


Kleine Palatschinken im Durchmesser von cirka 20 cm backen. In befettete kleine Kaffeehäferl hineinlegen und die Topfenfülle gleichmäßig verteilen.


Bei 200 Grad (Ober- und Unterhitze) cirka 20 Minuten backen.


Für die Vanillesoße alle Zutaten versprudeln und unter ständigem Rühren aufkochen.


Tipp: Ein Schuss Mineralwasser zum Palatschinkenteig! Sie werden dadurch sehr locker und flaumig!





Joghurttorte

Zutaten:


Für den Mürbteigboden:

150 g Mehl

100 g Butter

50 g Staubzucker

1 Dotter

etwas abgeriebene Zitronenschale


Für das Biskuit:

6 ganze Eier

1 Eiklar

180 g Zucker

1 Pkg. Vanillezucker

150 g Mehl

172 TL Backpulver

2 EL lauwarmes Wasser

30 g Kakao


Für die Creme:

500 ml Obers

500 g Joghurt

Saft von 1,5 Zitronen

150 g Staubzucker

10 Blatt Gelatine

Marillenmarmelade

Cognac zum Beträufeln

250 ml Obers und verschiedene Früchte zum Garnieren


Zubereitung:

Alle Zutaten für den Mürbteig zusammenkneten, cirka eine halbe Stunde rasten lassen und dann zu einem Kreis (28 cm Durchmesser) ausrollen. Bei 180 Grad (Heißluft) goldgelb backen.


Für das Biskuit Eier, Eiklar, Wasser, Zucker und Vanillezucker sehr schaumig schlagen. Das Mehl mit dem Backpulver und dem Kakao mischen, in den Teig sieben und vorsichtig unterrühren. In einer vorbereiteten Tortenform (28 cm Durchmesser) bei 170 Grad (Heißluft) cirka 40 Minuten backen.


Für die Creme Joghurt mit Zucker und etwas Zitronensaft glatt rühren. Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen, fest ausdrücken und im restlichen, erwärmten Zitronensaft auflösen. Vorsichtig unter die Creme rühren und das geschlagene Obers unterziehen.

Den ausgekühlten Mürbteigboden in den Tortenring legen, mit Cognac beträufeln und mit Marillenmarmelade bestreichen. Das Biskuit einmal waagrecht durchschneiden und einen Boden auf den Mürbteig legen. Die Hälfte der Creme einfüllen und glatt streichen. Eventuell mit Früchten belegen. Den zweiten Boden darauflegen und mit der restlichen Creme bestreichen. Einige Stunden kühl stellen.


Den Tortenring lösen und die Torte mit Obers, verschiedenen Früchten und eventuell mit einem Schokorand garnieren.


















Lust auf Süßes?

Elfriede Schachinger,

Trauner Verlag, € 21,90.




Lassen Sie sich inspirieren!

Die ganze Geschichte lesen Sie jetzt in der aktuellen Ausgabe.

Text: Nicole Madlmayr Fotos: Carletto Photography

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