• Unser Salzkammergut

Harte Schale, weicher Kern

Des einen Freud, des anderen Leid. Während sich der Signalkrebs bei Gourmets und Köchen großer Beliebtheit erfreut, ist er bei Naturschützern und Fischereiverbänden nicht allzu beliebt. Wir sind dem Krustentier mit Lorenz Andorfer aus Seewalchen auf den Grund gegangen und haben dabei viel Interessantes erfahren.



Ein paar Mal im Jahr macht sich Lorenz Andorfer aus Seewal- chen mit Reuse, Kiste und Köder auf den Weg zu einem kleinen Fluss im Salzkammergut, um Signalkrebse zu fangen. Dabei schlägt der Naturbursch quasi gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen schmeckt der Si- gnalkrebs richtig zubereitet ausgesprochen gut und wird daher von vielen Köchen als Delikatesse gehypt, zum anderen sind Na- turschützer und Fischer froh, wenn er aus den Gewässern gefischt wird, da er anderen Edelkrebsen den Garaus macht.


Fressen und gefressen werden. Um die Krebsfischerei wiederzubeleben wurde der Signalkrebs ab 1960 zunächst von Schweden, später auch von anderen europäischen Staaten, nach Österreich importiert. Leider hat er dabei – als negativen Nebeneffekt – die Krebspest eingeschleppt. Er selber ist dagegen immun, für alle anderen Krebsarten hierzulande ist die Krankheit allerdings tödlich, und so rafft er die Bestände heimischer Arten dahin. „Aber geht es in der Natur nicht immer auch ums Fressen und Gefressen werden?“, fragt Lorenz Andorfer während er am Uferrand den Köder, bestehend aus Fleisch- und Fischresten, in die Reuse legt, die anschließend im Fluss fixiert wird.



Krebse fischen.

Signalkrebse fängt man mit der Reuse. Sie wird am besten über Nacht oder mehrere Stunden im Wasser befestigt.

Um uns die Zeit des Wartens auf die Krebserl zu vertreiben, gehen wir in der unberührten Natur entlang des Ufers spazieren. Lorenz erzählt von seinem Aufwachsen im wunderschönen Salzkammergut und schildert, wie er als Bub das erste Mal Bekanntschaft mit den Krebsen gemacht hat. „In meiner Kindheit war ich mit Freunden ständig in der Natur unterwegs und wir haben auch liebend gerne beim Fluss gespielt. Eines Tages haben wir die Krebse entdeckt und später auch gefangen. Als passionierter Fischer weiß Lorenz genau, wo die knackigen Schalentiere zu finden sind. „Nicht nur in den Flüssen und Bächen rund um den Attersee, auch beim Schnorcheln am Traunfall kann man viele Signalkrebse sehen“, erzählt er.


Fang mit der Reuse.

Zwei Stunden später sind wir wieder bei der Reuse angelangt und Lorenz zieht den korbähnlichen Behälter an Land. Beim Öffnen sehen wir...


Lassen Sie sich inspirieren!

Die ganze Geschichte lesen Sie jetzt in der aktuellen Ausgabe.

Text: Denise Derflinger Fotos: Karin Lohberger


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