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"Ich brenne für meinen Schnaps"

Von feinstem Ingwerbrand bis hin zum Traunstein-Gin: Christian Brunner kreiert am Sammerhof in Kirchham aus reifen Früchten, Getreide und Gewürzen einzigartige Edelbrandkreationen und begeistert damit Kenner und Genießer.



Wir besuchen Christian Brunner auf seinem Hof in Kirchham, den er gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Ulli Reisenberger und seinen zwei Söhnen bewohnt, und bekommen bei einer Führung durch die hauseigene Brennerei den lebenden Beweis: Hier am Sammerhof wird nicht nur edler Schnaps produziert, sondern auch dafür gebrannt. Das Brennen selbst hat am Hof bereits seit 1920 Tradition, bereits Ullis Vorfahren brannten hier edle Brände. Seither hat sich viel im Herstellungsprozess und im Anspruchsdenken verändert – geblieben ist die Neugierde und die Begeisterungsfähigkeit für das Schnapsbrennen, das nun von Christian Brunner fortgeführt wird. Mit viel Leidenschaft und Kreativität verwandelt der gelernte Werbeunternehmer und Unternehmensberater seit 2008 wertvolle Rohstoffe in edle Tropfen. Das Sortiment reicht dabei von klassischen bis hin zu exotischen Kreationen. Was ihn zu seinen einzigartigen Edelbränden inspiriert und warum es im Nachhinein gut war, sich nicht auf die Tradition zu versteifen, verrät uns der sympathische Brenner im persönlichen Interview.

Herr Brunner, seit 2008 produzieren Sie am Sammerhof edle Tropfen und führen damit das Lebenswerk des Großvaters Ihrer Lebensgefährtin fort. Wie ist die Leidenschaft für das Brennen entstanden?

Das hat sich eher zufällig ergeben. Wir haben das Haus von Ullis verstorbenen Großvater übernommen. Ich wusste, dass er dort zu Lebzeiten eine Brennerei betrieb, habe mich aber mit dem Thema Schnapsbrennen davor nie auseinander- gesetzt. Mit der Übernahme waren wir plötzlich Besitzer von einer Brennerei und einem riesigen Obstgarten. Da wir die Früchte ohnehin verarbeiten mussten, habe ich angefangen, daraus Schnäpse zu brennen und so wurde aus einem anfänglichen Hobby ein leidenschaftlicher Beruf.

Wie haben Sie sich das Brennen beigebracht?

Ich habe mich zunächst intensiv mit dem Herstellungsprozess beschäftigt und habe mir auch angeschaut, wie es andere machen. Grundsätzlich gibt es zwei wichtige Punkte in der Herstellung: die Obstverarbeitung und das Brennen. Beim Obst sollten ausschließlich reife, saubere und schimmelfreie Früchte verwendet werden. Das Ganze wird dann schnellstmöglich eingemaischt und mit Reinzuchthefe in einem luftdichten Kessel vergärt. Das Spannendste ist jedoch das Brennen. Denn hier gibt es sehr viele Dinge, die man beeinflussen kann. Hat man einmal herausgefunden, wo die Dinge liegen, die man beeinflussen kann und wie sie zu steuern sind, können daraus sehr spannende und besondere Kreationen entstehen. Im Nachhinein war es einer der größten Vorteile, nie mit Ullis Großvater gebrannt zu haben, denn ansonsten hätte ich mich nie so intensiv mit dem Herstellungsprozess beschäftigt und wäre womöglich nicht auf meine exotischen Brände gekommen.



Apropos exotische Brände: Welche edlen Destillate finden sich in Ihrem Sortiment?

Angefangen von edlen Bränden und Likören über Whisky und Rum bis hin zu Gin haben wir alle Klassiker abgedeckt. Darüber hinaus produzieren wir unser eigenes Tonic Water und haben dieses Jahr unsere besondere „LX Strong Spirit Serie“ herausgebracht. Im Gegensatz zu anderen Edelbränden sind sie um 20 Volumprozent stärker und sorgen mit ihrem intensiven Aroma für eine gewaltige Geschmacksexplosion am Gaumen. Aktuell bieten wir die Sorten „Bitterorange“, „Rosmarin“, „Vogelbeere“ und „Gelber Muskateller“ an. Bei unseren Edelbränden und Likören decken wir die Klassiker wie „Williamsbirne“, „Zwetschke“ und „Marille“ ab, haben aber auch außergewöhnliche Sorten wie „Bergamotte“, „Steinpilz“ und „Weißtanne“ im Sortiment.

Was inspiriert Sie zu Ihren außergewöhnlichen Kreationen?

Das ist sehr verschieden. Meist kommen mir die besten Ideen bei Restaurantbesuchen. Wegen meiner großen Leidenschaft für gutes Essen gönnen wir uns ab und zu den Luxus und gehen in teure Lokale. Die dort verarbeiteten Gewürze und Zutaten haben mich schon oft auf Ideen für neue Kreationen gebracht. Daheim angekommen schaue ich, wie ich das Aroma der Zutaten bestmöglich in meine Edelbrände bringe. Steht einmal der Verarbeitungsprozess, gilt es, den Rohstoff in großen Mengen und bester Qualität aufzutreiben. Das ist zwar nicht immer einfach, ist aber bis jetzt immer machbar gewesen.


Lassen Sie sich inspirieren!

Die ganze Geschichte lesen Sie jetzt in der aktuellen Ausgabe.

Text: Laura Zapletal Fotos: Christoph Landershammer



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