• Unser Salzkammergut

Eine Villa für die Bildung

Fachwerkhäuser aus rotem Backstein bringt man mit vielen historischen Städten in Europa in Verbindung. Für das Salzkammergut ist diese Bauweise jedoch eher unüblich. In Laakirchen gibt es eine Ausnahme: Die „Villa Rosental“, eingebettet in einen prachtvollen Garten und von wildem Wein umrankt, ist ein erfolgreiches Bildungsinstitut. Florian Huemer hat das Familienunternehmen vor zweieinhalb Jahren übernommen …



Florian Huemer ist erst 27 Jahre alt und leitet bereits ein erfolgreiches Unternehmen, in dem Lehrgänge für Erwachsene zum Lebens- und Sozialberater angeboten werden. Seit einigen Jahren ist die Villa Rosental auch als einziges Institut im Salzkammergut dazu berechtigt, einen Masterlehrgang in Kooperation mit der Universität Graz anzubieten. Der heuer im September gestartete dritte Lehrgang in dieser Form war sogar mit 20 Plätzen überbucht. Florian Huemer macht selbst eine Ausbildung zum psychosozialen Berater, die zweieinhalb Jahre Zeit in Anspruch nehmen wird.

Bis vor drei Jahren war dem Sohn des Gründers des Bildungshauses Villa Rosental noch gar nicht bewusst, welche Möglichkeiten ihm sein im Juni verstorbener Vater, Gottfried Huemer, mit diesem innovativen Unternehmen eröffnen würde. Seit 1. April 2019 ist der junge Absolvent der Wirtschaftsuniversität Wien nun für die betriebswirtschaftliche Seite und die organisatorischen Belange des Unternehmens zuständig. Er ist überzeugt, dass nicht nur sein Vater, sondern vor allem auch das wunderschöne, historische Fachwerkhaus den Weg zum Erfolg maßgeblich mitbestimmt haben …

Herr Huemer, fangen wir ganz vorne an. Die Villa Rosental ist ja ein sehr außergewöhnliches Haus für diese Gegend. Was wissen Sie über den Ursprung des Gebäudes?

Obwohl mein Vater schon einiges an Wissen über das Haus gesammelt hatte, habe ich noch einmal akribisch nachrecherchiert. Der Erbauer war ein gewisser Emil Neumann von Spallart, Nachkomme einer aus Mähren, dem heutigen Tschechien, stammenden Adelsfamilie. Er gründete in Oberweis eine Ton- und Keramikfabrik, kaufte 1890 den Grund hier und ließ darauf dieses Haus im Fachwerkstil erbauen.

Ein sogenannter Skelettbau, wie dieser aus Holz, war bis ins 19. Jahrhundert eine beliebte Bauweise in Mitteleuropa, auch in Tschechien. Interessanterweise ist es hier in der Gegend das einzige Fachwerkhaus weit und breit, das in diesem Stil gebaut wurde. Die Villa war damals unter dem Namen „Villa Neumann“ bekannt. Mein Vater hat sich sehr intensiv mit der Geschichte des Hauses befasst.


Institutsleiter Florian Huemer

Wie und wann kam Ihr Vater zu diesem Haus? Sie waren ja noch ein Kind …

Da muss ich jetzt etwas weiter ausholen. Mein Vater hatte schon früh die Vision, ein Haus zu kaufen, in dem sich Menschen wohlfühlen sollten. Man muss dazu wissen, dass mein Vater die Ausbildung zum psychosozialen Berater gemacht hat, als er bereits über 40 Jahre alt war und eine Karriere als erfolgreicher Autohändler hinter sich hatte. Aufgrund eines Burn-outs änderte er sein Leben grundlegend, orientierte sich neu und in ihm reifte der Plan, Führungskräften, die ein ähnliches Schicksal wie er hatten, zu helfen.


Dieses Haus gefiel ihm besonders, denn es war ganz in unserer Nähe und war sehr renovierungsbedürftig (lacht). Mein Vater liebte es nämlich, sich mit alter Bausubstanz zu beschäftigen. Er hatte einen guten Sinn für das, was möglich war und konnte sich ziemlich genau vorstellen, was man aus einem alten, baufälligen Haus alles herausholen kann. Gekauft hat er die Villa übrigens im Jahr 2003.



Lassen Sie sich inspirieren!


Die ganze Geschichte lesen Sie jetzt in der aktuellen Ausgabe.

Text: Zivana de Kozierowski Fotos: Monika Löff



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