• Unser Salzkammergut

Die Niedetzky im Salzkammergut

Berg- und Talfahrten auf allen Linien hat Angelika Niedetzky bei ihrem Besuch im winterlichen Salzkammergut erlebt. Gemeinsam mit Fotografin Monika Löff und ihrer Hündin Maia, hat sich die Schauspielerin und Kabarettistin mit Tourenski ins Gebirge gewagt, am zugefrorenen Taferlklaussee Pirouetten gedreht, ZIB-Anchorman Tarek Leitner besucht, Wellness und Tapas genossen. Aber lesen Sie selbst.



Liebe Leserinnen und Leser, für die letzte Ausgabe in diesem Jahr habe ich mir vorgenommen, möglichst aktiv zu sein und den Winter im Salzkammergut von seiner glitzerndsten Seite zu präsentieren. In meiner Phantasie würden Fotografin Monika Löff und ich einfach auf schönes Wetter warten, die Touren-Schi anschnallen und drauf losmarschieren. Etwas naiv gedacht! Was heißen soll, dass Wetterberichte einfach nie stimmen, zumindest dann, wenn ich dringend einen brauche. Steht in der einen App Schneefall, sagt die andere Website Sonne mit Wolken, zu 50 Prozent am Nachmittag mehr Sonne, kann aber auch bewölkt bleiben oder sogar regnen, denn ein Föhn wird erwartet, weswegen es auch bis auf 1.000 Meter tauen kann, außer dieser lauwarme Wind verschiebt sich noch um einen Tag, was mir weder Website noch App in irgendeiner Weise garantieren können. Bravo. Was also tun? Handeln. Allerdings hat jede von uns beiden einen straffen Wochenplan. Also beschlossen wir, an einem Tag den Kasberg zu besteigen, an dem eigentlich keine allzu tollen Wetterverhältnisse prophezeit waren, aber wir hatten eben gut Zeit.

Schon nach den ersten paar Metern war ich richtig grantig. Es war so neblig, dass ich den Schistecken vor Augen kaum sehen konnte. Meine Hündin Maia hing an der langen Leine und da ich ihr, wie bei einem Reh leuchtende Hinterteil nicht ausfindig machen konnte, wollte ich sofort wieder umkehren. Ging aber nicht, schließlich brauchten wir gute Fotos. Also quälte ich mich Schritt für Schritt den Berg hinauf und wie man, auf den für meine Begriffe echt gelungenen Bildern gut erkennen kann, hat sich jeder Höhenmeter ausgezahlt. Jede Nebelschwade war für eine einzigartige Stimmung gut, die ich so noch nie erlebt hatte. Die Sonne hatte sich kurz vor unserem Ziel durchgekämpft und wir sahen plötzlich unendlich weit in die schneebedeckten umliegenden Berge. Voll mit Adrenalin, Endorphinen und einer ordentlichen Gipfeljause planten wir oben angekommen bereits die nächste Tour, diese sollte uns auf den Krippenstein führen.




Wenn man mit der Gondel von Obertraun auf den Krippenstein fährt, wird man augenblicklich mit einem sensationellen Panorama belohnt. Dieses Mal war ich weder grantig, noch war es neblig, allerdings sollte etwas ganz anderes meine Stimmung trüben, was mir natürlich zu Beginn der Skitour in keinster Weise bewusst war. Aufgrund der Schneemassen, oder war es einfach unsere Schlampigkeit, gelbe Tafeln richtig zu deuten, landeten wir auf einer Route, die wir nie einschlagen wollten, aber sie gefiel uns immer besser.

Weiße Mondlandschaft. Man schreitet so gemächlich dahin, mal rauf, mal runter, fast wie durch eine Mondlandschaft. Ab und zu gab es Hänge, die noch völlig unbespurt waren, ein Magnet für mich. Wir plauderten, knipsten, staunten, lachten, vergaßen irgendwie Zeit und Raum. Bis zu dem Zeitpunkt, wo wir schon mehr als zwei Stunden in eine Richtung unterwegs waren und uns endlich zwei Menschen begegneten, die uns darauf aufmerksam machten, dass es schon etwas spät sei und wir die gesamte „Rumplerrunde“ wegen der Schneeverhältnisse sowieso nicht gehen könnten. Wie? Was? Wen? Ich verstummte kurz. Mir wurde klar, dass wir noch lange nicht die Felle von den Skiern abziehen und fahren werden können, wir mussten nämlich die gesamte Strecke wieder zurückgehen. Maias eine Kralle war offen und hinterließ bei jedem Schritt einen Blutfleck im Schnee. Das war mein „Faden der Ariadne“, der mir zeigte, dass wir auf jeden Fall wieder zurückfinden werden. Wasser hatte ich keines mehr, ins Gras beißen würde ich nicht, aber wohl in den Schnee.

Etwa vier Stunden später hatten wir nur mehr die Abfahrt von lächerlichen zehn Kilometern vor uns und mein Hunderucksack kam voll zum Einsatz. Maia mag ihn. Sie hängt drin, wie ein Mehlsack und genießt es richtig getragen zu werden. Mit weichen Knien und einzigartigen Fotos im Kasten, kamen wir im Tal an und checkten unwesentlich später im Seehotel Das Traunsee in Traunkirchen ein.



Lassen Sie sich inspirieren!


Die ganze Geschichte lesen Sie jetzt in der aktuellen Ausgabe.

Text: Angelika Niedetzky Fotos: Monika Löff



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