• Unser Salzkammergut

Almsommer

Sehnsuchtsort Alm! Inmitten von spektakulären Gipfeln und blühenden Wiesen sind sie der ideale Ort, um die Hektik des Alltags zu vergessen, Ursprüngliches zu verkosten und mit der Natur eins zu werden. Wir präsentieren zehn der schönsten Almen zum Wandern, Biken, Einkehren und Ausblick-Genießen.


© Denis Cebulec


Seit Jahrhunderten ist der Almsommer fester Bestandteil im Jahresablauf der Bauern, die in den Sommermonaten ihr Vieh auf die saftigen Hochweiden der Berge geleiten. Heute lockt nicht nur die bäuerliche Tradition die Menschen auf die Almen, sondern die Sehnsucht nach Bewegung in der Natur, die grenzenlose Weite bei ausgedehnten Wanderungen zu spüren und dem Puls der Natur zu lauschen. Ein Segen, dass der Alpenraum mit einer einzigartigen Almendichte reich beschenkt wurde. Früher dienten Almhütten dem Senner und der Sennerin als Dach über dem Kopf, wenn im Sommer das Vieh auf der Alm gehütet wurde. Auf Hunderten Almen und Almhütten wird bis heute die landwirtschaftliche Nutzung im Gebirge weitergetragen und werden urige Almspezialitäten zur Stärkung angeboten. Laut ALManach Oberösterreich, ein Almen-Katalog des Landes Oberösterreich, weisen die Regionen Salzkammergut und Phyrn-Priel knapp 640 Almen mit über 6.000 Hektar Fläche auf. Das Salzburger Land hat sogar eine Dachmarke, den „Almsommer“, geschaffen, die rund 170 zertifizierte Almsommerhütten ausweist. Sie stehen für bergbäuerliche Tradition, Ursprünglichkeit, Alm-Kulinarik und Authentizität.


Vom Werden des Almsommers

Es hat eine lange Tradition, dass die Bauern im Frühsommer das Vieh auf die Hochalmen trieben. Von Juni bis Ende September kümmerten sich dort die Senner und Hirten um Almwirtschaft und Wald. So konnten sich die Bauersleute im Tal der Bewirtschaftung der Felder und der Heuernte widmen, während die Senner oben auf der Alm die anstrengende Bergmahd mit der Sense bewältigten und die Kühe bei Tagesanbruch zum Melken holten. Zwischen Melkstand, Stall und Rauchkuchl ist die gewonnene Milch zu rahmiger Butter und gschmackigem Käse verarbeitet worden. Die im Erdkeller gereiften Käselaibe schleppte man beim Almabtrieb dann bis ins Tal. Die Aufgabe der Senner ist über die Generationen gleichgeblieben, denn auch heute noch begleiten und hüten sie das Vieh vom Auftrieb zum feierlichen Almabtrieb. Die Kühe leisten dabei ganz nebenbei einen wichtigen Dienst als Landschaftspfleger. Ohne Almwirtschaft wären die Berge heute durchgehend bewaldet und so manche Pflanze, wie die Silberdistel – von den Sennern „Jagabrot“ genannt, fände keinen geeigneten Lebensraum mehr. Eine wertvolle und abwechslungsreiche Kulturlandschaft ginge ohne den Almsommer verloren.

Gastfreundschaft auf der Hütte

Vorbeikommende Wanderer wurden auf den Hütten immer schon mit Herzlichkeit bewirtet. Sie kamen in den Genuss von frisch gebackenem Brot mit Butter, einem Glas kalter Buttermilch, würzigem Käse und einer Scheibe von geselchtem Speck. Über die Jahre entdeckten immer mehr Menschen ihre Liebe zum Wandern und mit dem Aufkeimen des Bergtourismus wurden aus den Unterkünften der Senner urige Jausenstationen und bewirtschaftete Almhütten. Allen, die den Sehnsuchtsort Alm hautnah erleben, Brauchtum kennenlernen und Lebensfreude aufspüren wollen, seien hiermit zehn der schönsten Almen zum Wandern, Biken, Einkehren und Ausblick-Genießen im Salzkammergut ans Herz gelegt.


Text: Petra Kinzl


Lesen Sie die ganze Geschichte in der Sommerausgabe von "Unser Salzkammergut"...

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